Austern


Austern gelten als absolute Delikatesse – und sind es auch. Ihre angebliche aphrodisierende Wirkung ist allerdings ein Mythos.  


Austern sind die Königinnen unter den Muscheln und werden seit Jahrtausenden als Delikatesse verspeist. Denkwürdige Berichte zeugen von der Gier auf die Muschelart: So soll König Heinrich IV. als Vorspeise zu einem mehrgängigen Menü 400 Austern geschlürft haben, was aber gar nicht ist im Vergleich zum römischen Kaiser Vitellius, der es schon lange vor ihn auf 1000 Austern gebracht haben soll. So unglaubwürdig diese Geschichten anmuten, so zeigen sie zumindest, wie begehrt das Meerestier war und immer noch ist. Nicht nur wegen ihres Geschmacks wurden sie genossen, sondern auch wegen einer Wirkung, die ihnen bis heute nachgesagt wird: Giacomo Casanova aß täglich 50 Austern, um gerüstet zu sein für die hohen Ansprüche an seine Manneskraft. Dabei dürfte der gute Giacomo einem damals noch nicht bekannten Phänomen namens Placebo-Effekt auf den Leim gegangen sind. 

Wissenschaftlich ist den Austern nämlich nichts nachzuweisen, was den Verdacht auf ihre liebesunterstützende Wirkung untermauern könnte. Vielmehr ist die griechische Liebesgöttin Aphrodite Schuld an dieser Unterstellung, was muss sie auch einer Auster entspringen...

Aber seis drum. Genossen werden Austern auf jeden Fall, egal, welche Wirkung sie haben: Üblicherweise werden die Austern roh verzehrt.Kurz vor dem Anrichten öffnet man sie mit einem Messer, löst das Fleisch in den Schalen und beträufelt sie mit etwas Zitronensaft. Das Rohe ist allerdings nicht jedermanns Sache, es geht aber auch anders. Etwa in Form von gratinierten Austern – auch Austern Rockefeller Art genannt. Dabei werden die Austern aus der Schale gelöst, um in der Schalenhälfte überbacken zu werden.


Im Fruchthof erhältlich sind verschiedene Sorten, allerdings nicht immer. Fragen Sie uns!

 

Rezeptideen mit Austern


 MinibildRockefeller
Gebackene Austern
Austern Rockefeller