Quitte


Sauer, hart und holzig sind sie – und roh genießen kann man sie schon gar nicht. Dafür entfaltet sich ihr voller Geschmack, wenn man sie richtig zubereitet. Dann sind Quitten ein himmlischer Genuss.

Quitten sind Rosengewächsen und damit eng mit Äpfel und Birnen verwandt. Zu unterscheiden sind die herben Apfelquitten sowie ihre Verwandten, die milder schmeckenden Birnenquitten. Die bereits in der Antike bekannten Früchte wurden zusammen mit Honig gekocht, der dabei entstandene Saft wurde von den Griechen „melimelon“ genannt, von den Portugiesen „marmelo“, und daraus – mahn ahnt es schon – wurde das Wort Marmelade gebildet. Kein Wunder, denn der Pektinwert ist sehr hoch und damit sind Quitten prädestiniert für Marmeladen, Gelles oder Säfte.

Die jungen Früchte sind mit einem öligen Flaum bedeckt, der vor der Verarbeitung entfernt werden muss. Am besten reibt man die Quitte mit einem groben Tuch ab, dann wird sie geschält, entkernt, klein geschnitten und gekocht. Nicht vergessen sollte man darauf, die Früchte während der Verarbeitung mit Zitronensaft zu beträufeln, damit sie nicht braun werden. Auch die Schalen kann man verwenden: Sie werden in einem Viertel Liter Wasser aufgekocht, das Ganz lässt man zehn Minuten ziehen. Der Tee hilft gegen Halsschmerzen. Auch die Kerne helfen gegen Halsschmerzen und Mandelentzündung: Dazu legt man die unzerstoßenen Kerne (ACHTUNG: Quittenkerne enthalten Blausäre und sind bereits in kleinsten Mengen giftig! Man darf sie also nie zerstoßen verwenden) in ein Glas Wasser und lässt sie so lange ziehen, bis sie schleimig werden. Dieses Wasser nimmt man dann löffelweise ein.



Rezeptideen mit Quitten


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